Lieferstopp: Deutsche Gas-Reserven reichen noch für 40 Tage

Der Gasstreit zwischen Kiew und Moskau beginnt für das kältegeschüttelte Europa zur ernsthaften Bedrohung zu werden. Vom Lieferstopp sind viele Länder betroffen ? auch Deutschland. Die Energiewirtschaft warnt vor massiven Engpässen, versichert aber, dass die Reserven für mehrere Wochen reichen.

US-Alukonzern: Alcoa streicht weltweit 13.500 Jobs

Neue Hiobsbotschaft in der Konjunkturkrise: Der führende US-Aluminiumkonzern Alcoa streicht wegen der globalen wirtschaftlichen Talfahrt weltweit 13.500 Stellen. Das seien rund 13 Prozent aller Arbeitsplätze im Konzern, teilte Alcoa nach US-Börsenschluss am Sitz in Pittsburgh (Pennsylvania) mit.

Finanzkrise: Merckle ? Freitod eines gebrochenen Milliardärs

Adolf Merckle führte eines der größten deutschen Unternehmen. Seine Gruppe kämpfte mit finanziellen Problemen. Der schwäbische Milliardär konnte nicht verwinden, dass er als Zocker verunglimpft wurde ? und dass sein Imperium wegen der Finanzkrise wankte. Als gebrochener Mann nahm er sich das Leben.

Autoindustrie: Deutscher Pkw-Export bricht um 22 Prozent ein

Nach den amerikanischen Autoherstellern meldet auch der Verband der deutschen Automobilindustrie katastrophale Zahlen: Demnach ist der Export deutscher Pkw im Dezember um 22 Prozent auf 222.900 Fahrzeuge eingebrochen. Auch die Produktion ging entsprechend stark zurück.

Einzelhandel: Bei Woolworths gibt's nichts mehr zu kaufen

Die britische Shopping-Institution ist pleite und hat nun auch endgültig geschlossen. 27.000 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. In den vergangenen Wochen haben die Briten die letzten Schnäppchen weggekauft. WELT ONLINE berichtet aus London vom Ausverkauf der traditionsreichen Warenhauskette.

Schmiergeld: Siemens will bei Korruption hart durchgreifen

Nach dem beispiellosen Schmiergeldskandal bei Siemens hat das Münchener Unternehmen der Korruption den Kampf angesagt. Mehr als 600 Leute sind allein für die Aufdeckung von Bestechungsvorgängen abgestellt. WELT ONLINE hat sich die Maßnahmen des Konzerns genauer angeschaut.

Gewerkschaft fordert: Chefs sollen bei Kurzarbeit auf Gehalt verzichten

In Deutschland stellen Firmen wegen der Wirtschaftskrise auf Kurzarbeit. Das bedeutet für Arbeitnehmer laut der Gewerkschaft IG BCE ein Minus von bis zu 40 Prozent netto. Daher fordert Gewerkschaftschef Hubertus Schmoldt auch die Manager der betroffenen Betriebe zum Gehaltsverzicht auf.

Klimaschutz: Autofahrer in den USA kaufen wieder Spritfresser

Mit gewaltigen Rabatten kurbelt die US-Autoindustrie derzeit die Umsätze an. Auch die Spritpreise sind wieder gefallen. Die Amerikaner zögern nicht länger und schlagen bei großen Spritschluckern zu. Der Abwärtstrend bei SUVs und Pickups scheint gestoppt. Im Gegenzug sinkt der Absatz von Hybridfahrzeugen.

Verkehr: Bahn will mit neuen Regionalzügen Kosten drücken

Die Deutsche Bahn investiert 1,5 Milliarden Euro in Doppelstockwagen, die in Zügen ohne eigene Lokomotive eingesetzt werden können. Den Zuschlag für den Auftrag hat Bombardier bekommen. Der Konzern erhofft sich vor allem Kostenvorteile, um im Regionalverkehr gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können.

Energiestreit: E.on warnt vor massivem Gas-Lieferengpass

Deutschland bekommt wegen des Streits mit der Ukraine weniger Erdgas aus Russland. Der Versorger E.on Ruhrgas warnt vor massiven Lieferproblemen. Andere europäische Länder trifft der Gasstopp im eisigen Winter noch härter. Nach Protesten der EU-Kommission wollen Ukrainer und Russen wieder verhandeln.

Luftfahrt: Air France will Angebot für Alitalia erhöhen

Die deutsche Lufthansa und die französisch-niederländische Air France-KLM setzen zum Endspurt um die neue Alitalia an. Air France-KLM hat signalisiert, ihr Angebot deutlich aufzustocken. Auch die Lufthansa soll noch Verhandlungen führen. Die Entscheidung wird bis zum 13. Januar erwartet.

Energiestreit mit Ukraine: Südosteuropa bekommt kein russisches Gas mehr

Die Russen machen mit ihrer Drohung ernst. Gazprom drosselt im Streit um Lieferungen an die Ukraine die Exporte nach Europa. Nun melden Bulgarien, Österreich, Rumänien und die Türkei, dass russisches Gas nicht mehr ankommt. Die deutsche Regierung warnt: Russlands Ruf als Wirtschaftspartner stehe auf dem Spiel.

Köpfe in der Krise: 17 Top-Manager, auf die Sie achten sollten

Diese Wirtschaftslenker müssen im neuen Jahr besonderes Geschick beweisen. Die noch unabsehbaren Folgen der internationalen Finanzkrise werden die Top-Manager in Atem halten. Aus Hoffnungsträgern drohen deshalb schnell die Verlierer 2009 zu werden.

Medien: Buchholz soll neuer Gruner+Jahr-Chef werden

Der Medienkonzern Bertelsmann und die Verlegerfamilie Jahr haben sich auf einen Nachfolger für Bernd Kundrum geeinigt. Der bisherige Deutschland-Chef Bernd Buchholz wird nach WELT-ONLINE-Informationen der neue Vorstandsvorsitzende des Zeitschriftenverlags. Die Gesellschafter müssen noch offiziell zustimmen.

Talfahrt: Autoverkäufe fallen weltweit in den Keller

Die Talfahrt der weltweiten Autobranche geht ungebremst weiter. Die USA, Frankreich und Japan meldeten für Dezember dramatische Absatzeinbrüche. Auf dem weltgrößten Automarkt USA büßten die heimischen Platzhirsche, Branchenprimus Toyota und BMW, besonders stark ein.

Arbeitslosigkeit: Das Ende des Job-Booms hat begonnen

Nach den guten Dezemberzahlen sind die positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt wohl erstmal für längere Zeit vorbei. Von weniger als 3,1 Millionen Arbeitslosen können die Deutschen wohl in diesem Jahr nur träumen. Dadurch wird auch die finanzielle Situation der Bundesagentur für Arbeit deutlich schlechter.

Wirtschaftskrise: Russen gehören zu den größten Verlierern

Die sonst so schenkfreudigen Russen sparen, knausern sogar am orthodoxen Weihnachtsfest. Die Wirtschaftskrise trifft Russland besonders schwer, sogar die Firmen-Imperien der Milliardäre schwanken. Kritiker sagen: Jetzt rächen sich wirtschaftspolitische Fehler der Ära Putin.

Kredite: EU-Kommission macht Druck auf geizige Banken

Trotz der staatlichen Hilfspakete halten sich Banken in Deutschland und anderen EU-Ländern nach Ansicht der Brüsseler EU-Kommission bei der Kreditvergabe zu sehr zurück. Kommissions-Vize Günter Verheugen mahnt die Bank-Manager: Sie müssten der klammen Wirtschaft wieder ausreichend Geld geben.

Liefer-Engpässe: Gazprom reduziert Gaslieferungen um 20 Prozent

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich zu: Der russische Gasversorger Gazprom wirft der Ukraine vor, Gas gestohlen zu haben. In gleichem Umfang kürzt Gazprom die Lieferungen. Um andere Kunden in Westeuropa zu versorgen, soll mehr Gas durch andere Pipelines fließen.

Verbrauch: Die Deutschen trinken 138 Liter Wasser im Jahr

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen mit 138 Liter pro Kopf so viel Mineralwasser getrunken wie noch nie. Ein Grund dafür ist der günstige Verkauf in Discountmärkten. Sprudel bleibt mit einem Marktanteil von 45 Prozent die beliebteste Mineralwasser-Variante. Doch regionale Abfüller verzeichnen Rückgänge.

Absatzeinbruch: Japaner kaufen nur noch so viele Autos wie 1974

Die Zahl neu zugelassener Autos in Japan ist 2008 um 6,5 Prozent zurückgegangen. Die Japaner haben so wenige Autos gekauft wie seit 1974 nicht mehr. Die Absatzkrise trifft alle großen Marken ? bis auf Honda: Der Hersteller verkaufte sogar mehr Fahrzeuge als im Vorjahr.

Liefer-Engpässe: Gasstreit gefährdet die Versorgung Kroatiens

Die Liste der durch den Gasstreit von Lieferengpässen bedrohten Länder wird immer länger. Jetzt hat Kroatien eine Beeinträchtigung der Gasversorgung aus Russland gemeldet. Zwar seien die Verbraucher von den Minderlieferungen bislang unberührt geblieben. Doch der Einbruch betrage schon jetzt etwa sieben Prozent.

Düsterer Ausblick: Ifo-Chef sieht 2010 noch keinen Aufschwung

Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, warnt vor der größten Wirtschaftskrise in Deutschland seit 1945. Auch für 2010 rechnet Sinn nicht mit einem Aufschwung. Einziger Lichtblick laut Sinn: Die Teuerung geht weiter zurück.

Konjunkturpaket II: Die SPD plant ein riesiges Geldgeschenk

Ab Montag berät die große Koalition über ein weiteres Konjunkturpaket. Nun hat die SPD ihre Forderungen auf den Tisch gelegt: eine Verschrottungsprämie von 2500 Euro für alte Autos, 200 Euro Einmalzahlung für Kindergeldempfänger und ein Zuschuss zur Krankenversicherung. Im Gegenzug sollen Besserverdiener zahlen.

Studie: Firmen versenken Millionen in Hilfsprojekten

Viele Mittelständler wollen soziale Verantwortung demonstrieren. Sie spenden viele Millionen Euro für wohltätige Zwecke, initiieren aufwendige Projekte. Doch eine neue Studie zeigt, dass ein großer Teil des Geldes verschwendet wird ? weil die richtige Strategie fehlt.

Bundeshaushalt: Bürgschaften drohen zur Milliardenfalle zu werden

Neue Hiobsbotschaft für das Finanzministerium: Experten haben jetzt die Hermesbürgschaften als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Diese Zusagen des Bundes sollen Exportgeschäfte von deutschen Firmen absichern. Doch nun steigt das Ausfallrisiko. Für den Bund geht es um viele Milliarden Euro.

Automarkt: Verschrottungsprämie wirkt in Frankreich schon

Die Bundesregierung hat über eine Verschrottungsprämie für Altautos diskutiert ? sie aber nicht eingeführt. Jetzt zeigt Frankreich, wie sinnvoll eine solche Maßnahme ist: Die dortige Branche jubelt über ein "Doping", die Absätze sind teilweise um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt.

Nach Übernahme: Blessing fällt bei Wahl zum Dresdner-Chef durch

Die internen Querelen wegen der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank nehmen offenbar zu. Laut "Spiegel" bereiteten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Dresdner Bank dem Commerzbank-Chef Martin Blessing bei der Wahl des neuen Vorstands eine herbe Schlappe.

Finanzspritze: Stahlbranche fordert eine Billion Dollar von Obama

In den USA drängt die kriselnde Stahlindustrie einem Zeitungsbericht zufolge den künftigen Präsidenten Barack Obama zu einem Infrastrukturpaket in Höhe von einer Billion Dollar. Das Programm zur Finanzierung öffentlicher Bauvorhaben sollte über zwei Jahre laufen und sich auf einheimische Unternehmen stützen.

Copyright Welt